
Fischfutter ist nicht gleich Fischfutter...wie Sie das Richtige finden !
In der freien Natur finden Fische alles, was sie zum Leben brauchen: Pflanzen, Algen, Insekten und Mückenlarven; oder eben andere Fische. Fische leben hier abwechslungsreich und finden alle lebensnotwendigen Stoffe, die sie zum Überleben brauchen. Mineralien, Fette, Ballaststoffe, Fette, Proteine und Vitamine. Im Aquarium ist das etwas anders.
Der Fisch ist nicht in der Lage bei Mängeln aus seinem Lebensraum auszuweichen und ist somit auf den Menschen und eine angemessene Fütterung und Aquariumpflege angewiesen. Das gereichte Fischfutter muss mehrere wichtige Kriterien erfüllen. Es darf keine Krankheitserreger enthalten, es muß alle wichtigen Nährstoffe enthalten und es sollte gut verwertbar sein, damit die organischen Abfälle des Fisches das Aquarium nicht unnötig belasten. Futtergaben sollten so abwechslungsreich wie möglich sein.
Für alle Fische gibt es das richtige Futter, was in Zusammensetzung, Form, Sinkverhalten und Geschmack geeignet ist. Welches Futter Fische fressen, hängt mit deren natürlichem Lebensraum, aber auch der Maulform der jeweiligen Fischart zusammen. Fische mit oberständigem Maul nehmen ihre Nahrung bevorzugt an der Wasseroberfläche auf, während Arten mit mittelständigem Maul ihr Futter in mittleren Wasserschichten suchen. Fische mit unterständigem Maul suchen ihre Nahrung meist am Boden. Und Futter ist nicht gleich Futter. Es gibt verschiedenste Darreichungsformen, die für eben benannte Fischarten auch für die Fütterung am ehesten geeignet sind.
Fischfutter wird in Form von Flocken, Granulat und Futtertabletten und Sticks für das Aquarium angeboten. Selbstverständlich gibt es für Teiche wiederrum auch spezielle Teichflocken oder Teichgranulat. Die Zusammensetzung ist sehr unterschiedlich und auf die Bedürfnisse der unterschiedenen Fischarten ausgerichtet.
Flockenfutter ist für sämtliche Fischarten der verschiedenen Wasserzonen geeignet. Es kann an der Wasseroberfläche und beim langsamen Herabsinken aufgenommen werden. Zierfisch-Flocken sind lange haltbar und trüben bei der richtigen Dosierung nicht das Wasser. Granulate schweben nur langsam zu Boden und können so leicht von den Fischen aufgenommen werden. Sticks sind besonders zur Fütterung größerer Fische, wie z.B. Buntbarschen oder Kois geeignet. Für die sehr beliebten Kois gibt es mittlerweile sogar spezielle Koi-Linsen, die aber auch für alle anderen Kaltwasserfische geeignet sind. Sie stellen ein hervorragendes schwimmendes Alleinfutter dar. Granulate, wie z.B. Störfutter, ein nicht schwimmendes Alleinfutter, sinken langsam zu Boden und können dort von ihnen und anderen vom Teichboden fressenden Fische aufgenommen werden.Granulate werden zunehmend in der Aquaristik verfüttert. Sie werden durch ein spezielles Herstellungsverfahren extrudiert und besitzen nach der Produltion den höchsten, hygienischen Reinheitsgrad. Zudem halten sich Granulate ca. 3-4 Stunden im Wasser stabil, lösen sich also nicht auf und können von den Fischen gefressen werden. Granulate haben den weiteren Vorteil, dass sie durch das spezielle Herstellungsverfahren nach dem Öffnen der Verpackung häufig länger haltbar sind, als Flocken. Auch die natürliche Form der Granulate, macht es den Fischen einfach, sie aufzunehmen. Allerdings sollte man beachten, dass die Granulatgröße auch der Fischgröße entspricht. Ein Jungfisch kann natürlich nichts mit einem "Riesengranulat" anfangen. Granulate können alledrings auch vorgeweicht werden und meist auch an die Fische der nächst niedrigen Größe verfüttert werden. Große Fische können selbstverständlich auch wesentlich kleinere Größen fressen.
Flockenfutter ist ein syntetisches Futter, das relativ schnell Wasser aufnimmt und so die von den Fischen, als angenehm empfundene weiche Aufnahmekonsistenz, bekommt. Der Wassergehalt des Futter, von ca. 80 % entspricht so dem von natürlichem Futter. Bei der Aufbewahrung von angebrochenem Flockenfutter ist darauf zu achten, das angebrochene Dosen immer sofort wieder verschlossen und kühl gelagert werden. So sichern sie längere Haltbarkeit des Fischfutters.
Für Wasserschildkröten, die ebenfalls gerne in Aquaterrarrien gehalten werden, gibt es spezielle Schildkröten-Insekten-Mix. Wasserschildkröten sind Gemischtköstler und bevorzugen mal tierische und mal pflanzliche Kost. Zusätzlich zum Futter sollte man Tieren artgerecht zur Abwechlung auch mal Pflanzen, Obst, Insekten, Würmern, Fischen oder Fleisch füttern.Junge Tiere müssen täglich gefüttert werden, während ältere auch schon mal Fastentage einlegen dürfen. Besonders , wenn Wasserschildkröten vorrangig mit Fleisch oder aber auch Fischen gefüttert werden, sollte man auf eine zusätzliche Versorgung mit Vitaminen achten. Mineral-Vitamin-Tropfen für Schildkröten sind besonders zur Absicherung der Wirkstoffversorgung geeignet. Sie dienen auch zur Vorbeugung von ernährungsbedingten Panzerweichungen und Augenschwellungen bei Schildkröten.